| Pimp my Tackle |
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„Die Kleinteile des Köders müssen aber gegen höherwertiges Material ausgetauscht werden“
Jeder hat es schon davon gehört, dass bei vielen Ködern die Sprengringe und Haken gegen Markenware ausgewechselt werden sollten. Einige Hersteller liefern ihre Köder von vornherein ohne diese Komponenten aus. Andere Hersteller wiederum können und wollen es sich nicht leisten, minderwertiges Material an ihren Ködern zu verbauen.
Ich habe bei allen Ködern, die ich benutze, meine eigenen Vorstellungen, was diese Kleinteile betrifft. So wechsele ich öfter die Haken bei einigen Ködern, nicht wegen ihrer Schärfe, sondern weil ich eine etwas andere Hakenform oder Hakengröße für den jeweiligen Köder bevorzuge. Gleichzeitig kann man auf diese Art aus einem schwimmenden Wobbler spielend einen schwebenden oder gar einen sinkenden Wobbler machen. Eine feine Sache, denke ich!
Wie gesagt, Markenprodukte haben oftmals diese Makel nicht. Dennoch kann man diese Köder ohne viel Aufwand noch entscheidend verbessern.
Bevor diese Köder den Weg in meine Köderbox finden, kontrolliere ich als ersten Schritt die Öse, an der man den Köder einhängt. Diesen Punkt sollte man nicht unterschätzen, denn die Öse bestimmt maßgeblich den Lauf unseres Köders. Sie sollte mittig zum Körper des Köders stehen. Leichtes nach links oder rechts biegen kann den Lauf des Köders negativ oder positiv verändern. Biegt man die Öse ein wenig nach oben oder unten, läuft der Köder flacher oder tiefer; auf jeden Fall sollte das Biegen der Öse nur ganz vorsichtig geschehen!
Die Haken werden im zweiten Schritt auf deren Schärfe geprüft. Wer es perfekt will, sollte stumpfe Haken gleich auswechseln. Chemisch geschärfte Haken kann man nämlich nur sehr schwer wieder optimal nachschärfen. Doch gelegentliches Schärfen stumpfer Haken, vor Ort auf dem Wasser, bringt bestimmt den einen oder anderen Fisch mehr.
Einer der wichtigsten Punkte für mich beim „pimpen“ des Köders, sind die Sprengringe. Unscheinbar verbinden sie den Köder mit den Haken und sind doch so wichtig. Entweder man entfernt schon vor dem ersten Einsatz die Sprengringe und tauscht sie gegen die Sprengringe seines Vertrauens aus oder man macht es wie ich. Mit etwas Blei/Kupferdraht sichere ich die Sprengringe gegen das aufziehen. Selbst die billigsten Sprengringe halten dann größten Belastungen stand und den hochwertigen Sprengringen kann diese Prozedur nicht schaden. Gerade kapitale Fische drehen sich in der Endphase des Drills um ihre eigene Achse und wenn sie dann schon im Kescher sind und sich ein Haken im Netz des Keschers verfangen hat, kann sich durch diese Drehkraft der Sprengring ganz leicht aufbiegen und dies den Haken samt Fisch freigeben. Das Umwickeln der Sprengringe ist keine Pflicht, aber oft in den wirklich wichtigen Augenblicken entscheidend. |
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